📝 Die Geschichte im Überblick
- Die im Labor hergestellte „UnReal Milk“ entsteht bei Brown Foods durch die Nutzung von Säugetierzellen in Bioreaktoren. Trotz unvollständiger Sicherheitsüberprüfungen wird sie als umweltfreundlich präsentiert.
- Auch Unternehmen wie Perfect Day produzieren synthetische Milchalternativen, deren Langzeitsicherheitsdaten fehlen, und werben mit umstrittenen ökologischen Vorteile.
- Rohmilch von grasgefütterten Kühen enthält essenzielle Nährstoffe wie C15:0-Fett, das die Mitochondriengesundheit unterstützt, Diabetes vorbeugt und beim Gewichtmanagement hilft – Nährstoffe, die in synthetischen Alternativen nicht enthalten sind.
- Es geht bei der Förderung von Laborlebensmitteln weniger um mehr Auswahl, sondern darum, klassische Nahrungsmittel zu ersetzen und den Konsumenten die Kontrolle darüber zu entziehen, was sie konsumieren.
- Kontrolliere deine Ernährung, indem du lokale Produkte bevorzugst, synthetische Lebensmittel meidest, die Inhaltsstoffe kennenlernst, reale Lebensmittel durch Kaufentscheidungen unterstützt und politische Maßnahmen für Ernährungsfreiheit befürwortest.
🩺Von Dr. Mercola
Unpasteurisierte Kuhmilch ist ein äußerst wichtiges Lebensmittel. Sie enthält für dich eine ausgewogene Mischung aus Fetten, Kohlenhydraten, Proteinen und weiteren Nährstoffen, die dich von der Geburt bis ins Erwachsenenalter unterstützen. Derzeit versuchen Unternehmen der Biotechnologiebranche, mit im Labor hergestellter Milch Profit zu machen. Wie du bald erfahren wirst, kann sie jedoch bei Weitem nicht mit dem Original mithalten — Rohmilch von grasgefütterten Kühen.
Im Labor hergestellte Milch wird gezielt konstruiert, um die echte Milch zu ersetzen
Ein Bericht von Investigate Midwest untersuchte Brown Foods, ein Biotech-Start-up, das behauptet, die weltweit erste im Labor hergestellte Milch, genannt „UnReal Milk“, entwickelt zu haben.
• UnReal Milk wird vollständig im Labor hergestellt — Im Gegensatz zu pflanzlichen Milchalternativen oder fermentierten Milchersatzprodukten wird dieses Produkt nicht aus Soja, Hafer oder Nüssen hergestellt. Stattdessen werden Säugetierzellen unter kontrollierten Laborbedingungen so behandelt, dass sie die wesentlichen Nährstoffe der Kuhmilch produzieren. Laut Brown Foods ahmt ihr Produkt die echte Milch auf molekularer Ebene nach und könnte bei behördlicher Genehmigung schnell in den Supermarktregalen erscheinen.
Aber lasst euch nicht täuschen. Dabei geht es nicht darum, den Verbrauchern eine weitere milchfreie Alternative zu bieten. Es geht darum, klassische Lebensmittel allmählich durch vollständig im Labor erzeugte Ersatzprodukte zu ersetzen. Im Fall von Brown Foods geben sie an, dass UnReal Milk genau dieselben Proteine, Fette und Kohlenhydrate enthält, die 99 % der echten Kuhmilch ausmachen.
• Synthetische Milch ist nur der Anfang — Brown Foods will sich nicht auf Kunden beschränken, die Milch trinken. Sie geben an, dass ihr Produkt auch zu Käse, Butter und Eis verarbeitet werden kann.
• Das Unternehmen behauptet, dass die Umweltvorteile enorm sind — Laut den Daten von Brown Foods verbraucht UnReal Milk 90 % weniger Wasser, benötigt 95 % weniger Land und verursacht 82 % weniger CO₂-Emissionen als die traditionelle Milchwirtschaft.
Auch wenn diese Zahlen auf den ersten Blick beeindruckend wirken, werden sie nicht mit kleinen, regenerativen Betrieben mit grasgefütterten Kühen verglichen. Der Vergleich bezieht sich auf intensive Tierhaltungsbetriebe (CAFOs), was darauf hindeutet, dass Brown Foods einen Vergleich mit nachhaltiger Milchproduktion vermeidet.
• Was bei Brown Foods’ Argumentation fehlt, ist die Praxisprüfung — UnReal Milk ist noch nicht von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) oder dem US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zugelassen. Es gibt keine Langzeitstudien, die zeigen, was im Körper passiert, wenn Menschen Milch aus im Labor gezüchteten Säugetierzellen konsumieren.
Es fehlen Daten zu Verdauungseinflüssen, Allergien, hormoneller Aktivität und den Reststoffen nach der Herstellung. Dennoch setzt das Unternehmen alles daran, bis Ende 2025 Verkostungsevents für Verbraucher anzubieten und erwartet, spätestens 2026 erste Marktversuche zu starten.
Wenn ein Nahrungsmittel von Grund auf neu ist, sollte dich mangelnde Transparenz durchaus beschäftigen. Brown Foods hat bislang keine klinischen Sicherheitsdaten, keine Untersuchungen zur Nährstoffverfügbarkeit und keine Einschätzungen zu möglichen Allergierisiken offengelegt. Gleichzeitig öffnen sie aber weit die Türen für Risikokapitalgeber, ökologische PR-Offensiven und Lobbyarbeit, um den regulatorischen Aufwand zu reduzieren.
Synthetische Milch birgt Risiken für deine Gesundheit
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Unternehmen synthetische Milch für den breiten Verbrauch einführen möchte. Im Jahr 2021 schrieb ich über Perfect Day, eine Firma, die genetisch modifizierten Trichoderma reesei Pilz nutzt, um synthetische Milchproteine wie Casein und Molke herzustellen.
• Wie Perfect Day genetisch verändertes Molkenprotein herstellt — Die Technologie benötigt weder Milchkühe noch Gras oder gar Sonnenlicht. Wie bei Brown Foods werden die Pilze bei Perfect Day in sterile Tanks gegeben. Laut eigenen Angaben des Unternehmens sind diese Tanks „geschlossene Systeme, die von der Außenwelt isoliert sind.“
Einfach ausgedrückt bedeutet das: keine Verbindung zu natürlichen Ökosystemen, kein Kontakt mit Boden oder Land. Nur Maschinen, Mikroben und Zuckerwasser. Das fertige Produkt sind synthetische Milchproteine, die mit Fetten, Wasser, Vitaminen und Zusatzstoffen gemischt werden, damit sie wie echte Milch schmecken und sich anfühlen.
• Die Sicherheit ist nicht nachgewiesen — Besonders bedenklich ist, dass die Gründer von Perfect Day selbst sagen, dass ihre Mikroben auf streng überwachte, künstliche Bedingungen angewiesen sind. „Wir können sicherstellen, dass wir die reinsten und sichersten Milchproteine der Welt herstellen“, behauptet das Unternehmen. Doch wie reagiert dein Körper auf die synthetisch hergestellten Proteine? Das weiß niemand, denn es gibt keine Langzeitdaten zur Sicherheit.
• Perfect Day setzt auch auf das Thema Nachhaltigkeit — Nach Angaben ihrer internen Analyse verursacht ihr synthetisches Molkenprotein 85 % bis 97 % weniger Treibhausgasemissionen als herkömmliche Milchproduktion.
Wie bei Brown Foods beschränkt sich der Vergleich auf die Massentierhaltung, nicht auf kleine regenerative oder weidebasierte Milchbetriebe. Indem sie die umweltfreundlichsten Arten echter Milch nicht berücksichtigt, suggeriert die Industrie ein trügerisches Verständnis von Nachhaltigkeit.
• Synthetische Lebensmittel kommen jetzt in die Säuglingsnahrung — 2022 schrieb ich außerdem über BIOMILQ, ein Startup von Bill Gates, das Biotechnologie einsetzt, um im Labor hergestellte Muttermilch für Babys zu erzeugen. Genauer gesagt nutzt die Firma Milchdrüsenepithelzellen, die in Kolben mit Nährlösung für Zellen platziert werden. Diese Zellen werden anschließend in einem Bioreaktor vermehrt, um Milch zu produzieren.
• Im Labor hergestellte Lebensmittel bergen Gefahren für die Umwelt — Im Februar 2021 veröffentlichte das Good Food Institute (GFI), eine gemeinnützige Organisation hinter der alternativen Proteinindustrie, eine techno-ökonomische Analyse von kultiviertem Fleisch, erstellt von der Beratung CE Delft.
In der Studie erarbeiteten sie ein Modell, das die aktuellen Produktionskosten von kultiviertem Fleisch auf ein Niveau reduzieren soll, das bis 2030 in vollumfänglichen Anlagen wirtschaftlich sinnvoll wäre, und bezeichneten es als „realistisch umsetzbar“.
Allerdings bestätigten die GFI-Analysten die ökologischen Auswirkungen. Laut einem Bericht in The Counter „fand die Lebenszyklusanalyse des GFI heraus, dass kultiviertes Fleisch bei Einsatz konventioneller Energie möglicherweise stärkere Klimafolgen als manche Hühner- und Schweineprodukte hat.“
• Wir haben bereits genug Lebensmittel — Der Landwirt und Historiker John Lewis-Stempel weist darauf hin, dass die Bauern weltweit bereits genügend Nahrung für die gesamte Weltbevölkerung produzieren. Laut seinem Beitrag in UnHerd „beginnt jede Diskussion über globale Lebensmittelpolitik mit einer einfachen Feststellung: Es existiert … kein echter Mangel an Nahrung. Bereits jetzt produzieren die Landwirte der Welt genug Lebensmittel, um die für 2050 erwarteten 10 Milliarden Menschen zu versorgen. Das Problem liegt in Verschwendung und Verteilung.“
• Ein Lichtblick in der Fake-Food-Produktion — Bei all dem Hype um synthetische Lebensmittel gibt es auch Positives: Die Industrie läuft auf erkennbare Schwierigkeiten. Laut einem Bericht von The Business Journals vom 12. Februar hat BIOMILQ Insolvenz angemeldet. Die Technologie und Vermögenswerte des Unternehmens befinden sich in einem rechtlichen Schwebezustand, wodurch wir vorerst vom Ansturm synthetischer Lebensmittel verschont bleiben.
Rohmilch übertrifft synthetische Milch
Obwohl Startups für synthetische Milch ihre Produkte als umweltfreundliche Alternative bewerben, macht das Fehlen von Praxistests ihre Behauptungen fragwürdig. Sie glauben, dass ihre Produkte alle Fette enthalten, erreichen aber nicht die Qualität von Vollmilch, da diese ein seltenes essentielles Fett — Pentadecansäure, auch bekannt als C15:0 — enthält.
C15:0 ist ein ungeradzahliges, gesättigtes Fett (OCFA), das hauptsächlich in Milchprodukten vorkommt (in kleineren Mengen auch in bestimmten Fischen und Pflanzen). Bemerkenswert an diesem OCFA ist, dass es zu einer optimalen Zellgesundheit beiträgt. Obwohl dieses Fett weniger bekannt ist als andere gesunde Fette, verdient C15:0 meiner Ansicht nach besondere Aufmerksamkeit — und es zeigt die Qualität von roher, grasgefütterter Milch.
• Prävention von Diabetes — Laut einer Meta-Analyse von 33 prospektiven Kohortenstudien hatten Personen mit höheren C15:0-Werten ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes.
• Mitochondriale Gesundheit— Studien fanden heraus, dass C15:0 die mitochondriale Funktion unterstützt und die Bildung reaktiver Sauerstoffspezies dosisabhängig in einer U-Kurve reduziert.
• Gewichtskontrolle — Täglich verabreichtes C15:0 in einer Dosierung von 5 mg pro Kilogramm Körpergewicht senkte bei fettleibigen Mäusen Entzündungen, Blutzucker und Cholesterin.
• Entgiftung von Linolsäure — Studien haben ergeben, dass bei Alzheimer-Patienten typischerweise erhöhte Mengen an oxidierten Linolsäure- Metabolite (OXLAMs) im Blutplasma zu finden sind. OXLAMs verursachen systemische Entzündungen und beeinträchtigen die mitochondriale Funktion, was zu Ferroptose führt — einer eisenabhängigen Form des Zelltods, die mit Neurodegeneration in Verbindung steht.
Welche Rolle spielt C15:0 dabei? Es zeigt sich, dass dieses Fett den Prozess stoppt, indem es Linolsäure aus den Zellmembranen verdrängt, die Lipidperoxidation reduziert und die Zellstrukturen stabil hält, noch bevor Schäden entstehen. Ich habe diese Ergebnisse in einer Studie dokumentiert, zu der ich in Kürze weitere Details teilen werde.
Echte Lebensmittel sind immer die bessere Wahl
Die Einführung von UnReal Milk ist erst der Anfang. as folgt, ist eine Neugestaltung der Produktion und des Konsums von Milchprodukten und Lebensmitteln insgesamt. Auch hier gilt: Der Vorstoß für diese Technologien zielt nicht darauf ab, eine weitere Option zu bieten — es geht darum, das, was du isst, vollständig zu ersetzen. Lass dich davon nicht entmutigen; du bestimmst nach wie vor, was du isst. Hier sind meine Empfehlungen, damit du deine Ernährungsfreiheit bewahrst:
1. Kaufe von lokalen Bauern, wann immer möglich — Wenn du das Glück hast, in der Nähe eines Hofes zu wohnen, ist dies deine beste Option. Indem du Fleisch, Milch und Käse direkt von lokalen Farmen beziehst, unterbrichst du die Einnahmequelle der synthetischen Lebensmittelkonzerne. Ein guter Startpunkt sind lokale Bauernmärkte.
Vor Ort kannst du die Landwirte nach ihren Praktiken fragen, etwa wie die Tiere aufwachsen und womit sie gefüttert werden. Suchst du als Elternteil nach reiner Milch, wähle Produkte von grasgefütterten Kühen.
2. Vermeide Labor-Lebensmittel in jeglicher Form — Verzichte auf Massen-Eis, „tierfreie“ Milchprodukte und alles, was mit gentechnisch veränderten Pilzen oder Zellkulturen produziert wurde. Diese Produkte sind nicht sauber und bringen deiner Gesundheit nichts. Sie werden in sterilen Tanks produziert, beinhalten unbekannte Rückstände und gelten dank regulatorischer Lücken als „sicher“.
Siehst du auf dem Etikett Begriffe wie „Precision Fermentation“, „tierfreies Whey“ oder „rekombiniertes Casein“, leg das Produkt sofort zurück.
3. Mach dich wieder mit deinen Zutaten vertraut — Du brauchst keine biotechnologischen Formeln, wenn du weißt, wie du deinen Körper mit echten Lebensmitteln nährst. Beginne mit den Basics – Eier von frei laufenden Hühnern, Vollmilch von grasgefütterten Kühen, Fleisch von regenerativ gehaltenen Tieren und Obst und Gemüse ohne chemische Behandlung. Hast du bisher viel Fertigkost gegessen, ist es an der Zeit, wieder auf echte, natürliche Lebensmittel zu setzen.
4. Sprich mit deinem Geld, nicht nur mit deiner Stimme — Jeder ausgegebene Dollar zählt als Stimme gegen die Großkonzerne der Landwirtschaft und Milchindustrie. Hör auf, Unternehmen zu unterstützen, die Bauern durch Patentinhaber ersetzen und natürliche Prozesse durch Genbearbeitung austauschen. Meide nicht nur ihre Lebensmittel — setze kein Geld mehr für ihre Marken ein und kläre andere über die Gefahren auf.
Gib dein Geld gezielt für Bauernkooperativen, Community-Supported-Agriculture-Programme (CSA) und Betriebe mit regenerativer Landwirtschaft aus.
5. Setze dich für Lebensmittel-Freiheit in deiner Region ein — Behalte die gesetzlichen Regelungen in deinem Bundesland im Blick. Florida, Alabama, Arizona und Tennessee haben bereits Maßnahmen ergriffen, um Laborfleisch zu blockieren, und wie Investigate Midwest berichtet, plant auch Nebraska dasselbe.
Wenn du deine Freiheit, echte Lebensmittel zu wählen, schützen willst, ist jetzt die Zeit zu handeln. Wende dich schriftlich an deine Landesvertreter. Setze dich für Gesetze ein, die kleine Farmen fördern und klare Kennzeichnungen auf Lebensmitteln gewährleisten. Du brauchst keine Biotech-Produkte, die dir unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit aufgezwungen werden. Echte Nachhaltigkeit liegt in regenerativen Praktiken, die ohne künstliche oder im Labor hergestellte Methoden auskommen.
Häufig gestellte Fragen zu Labor-Milch und den damit verbundenen Sicherheitsbedenken
F: Was ist UnReal Milk und worin unterscheidet sie sich von herkömmlicher Milch?
A: UnReal Milk ist ein vollständig im Labor hergestelltes Milchprodukt, das vom Biotech-Startup Brown Foods entwickelt wurde. Anders als pflanzliche Alternativen aus Soja, Hafer oder Nüssen entsteht UnReal Milk durch die Zucht von Säugetierzellen in Bioreaktoren im Labor. Die Zellen wurden entwickelt, um die in echter Kuhmilch enthaltenen Proteine, Fette und Kohlenhydrate auf molekularer Ebene zu reproduzieren.
Allerdings fehlt die Verbindung zu natürlichen Ökosystemen, zur traditionellen Landwirtschaft sowie zu bestimmten essenziellen Nährstoffen, die in roher, grasgefütterter Milch enthalten sind.
F: Sind im Labor hergestellte Milchprodukte sicher und ausreichend getestet?
A: Derzeit gibt es keine Zulassung der FDA oder USDA für UnReal Milk oder ähnliche Produkte. Für diese Labor-Alternativen fehlen Langzeituntersuchungen am Menschen zu Verdauungswirkung, Allergenität, hormonellen Effekten oder zur Bioverfügbarkeit von Nährstoffen. Obwohl diese Produkte angeblich molekular identisch mit natürlicher Milch sind, wurde ihre Sicherheit klinisch nicht validiert, was Bedenken aufwirft, ob man sie ohne transparente Tests und Aufsicht konsumieren sollte.
F: Wie rechtfertigen Biotechnologieunternehmen die Herstellung von Labor-Milch, und sind ihre Nachhaltigkeitsaussagen glaubwürdig?
A: Firmen wie Brown Foods und Perfect Day argumentieren, dass Labor-Milchprodukte umweltfreundlicher seien, und führen dabei Einsparungen bei Wasserverbrauch, Landnutzung und Treibhausgasemissionen an. Diese Aussagen basieren jedoch ausschließlich auf Vergleichen mit herkömmlicher industriell erzeugter Milch und nicht mit regenerativen oder kleinbäuerlichen, weidebasierten Systemen. Damit wird ein falscher Eindruck erzeugt und die Vorzüge von herkömmlichen, ökologisch nachhaltigen Anbaumethoden werden außer Acht gelassen.
F: Welche gesundheitlichen Auswirkungen könnten der Konsum von Labor-Milch und ihren Milchproteinen haben?
A: Im Labor hergestellte Milchprodukte basieren auf gentechnisch veränderten Organismen und sterilen Bioreaktoren, was Bedenken hinsichtlich künstlicher Zusatzstoffe, mikrobieller Rückstände und synthetischer Verarbeitung aufwirft. Der Prozess der synthetischen Herstellung macht zudem deutlich, dass C15:0 fehlt, ein in echter Milch vorkommendes Fett, das nachweislich die Zellgesundheit, die Funktion der Mitochondrien, die Vorbeugung von Diabetes und das Management des Körpergewichts unterstützt.
Mangels realer Studien ist unklar, welche langfristigen Auswirkungen laborgezüchtete Milch auf den menschlichen Organismus hat.
F: Welche Möglichkeiten haben Konsumenten, um traditionelle Lebensmittel zu fördern und Produkte aus dem Labor abzulehnen?
A: Kaufe lokale Lebensmittel von regenerativen Farmen, vermeide Laborprodukte und setze dich für Gesetze zur Lebensmitteltransparenz ein. Verbraucher werden zudem aufgefordert, Zutatenlisten sorgfältig zu lesen (achte auf Begriffe wie ‚Precision Fermentation‘ oder ‚tierfreie Milch‘), in vollwertige, natürliche Lebensmittel zu investieren und Gesetzgebungen zu unterstützen, welche die Ernährungssouveränität schützen und den Ersatz natürlicher Landwirtschaft durch synthetische Biotechnologie ablehnen.
🔍Quellen und Referenzen
- Investigate Midwest, March 24, 2025
- Markets Insider, February 25, 2025
- Perfect Day Foods, Fermentation Tanks
- CE Delft, November 2021
- The Counter, September 22, 2021
- UnHerd, May 17, 2022
- The Business Journals, February 12, 2025
- Crit Rev Food Sci Nutr. 2021;61(16):2705-2718
- Scientific Reports 2020; 10: 8161
- Prostaglandins Leukot Essent Fatty Acids. 2012 Sep 5;87(4-5):135–141
- Nutrients. 2023 Jul 13;15(14):3129
- NBC News, May 3, 2024